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Moritz SchneiderHead of Product

Fall 06 / Thought Leadership

In einem gehypten Markt Orientierung liefern statt Lautstärke

Retail Media nicht als Produktkategorie positionieren, sondern als strategische Managementfrage – mit Formaten, die Entscheider tatsächlich weiterbringen.

Rolle
Head of Product Retail
Kontext
Retail Media, Commerce Media
Lesezeit
3 Minuten

Foto folgtFoto zum Fall

Executive Summary

01 / 07

Wie aus Produktexpertise Executive-Dialoge wurden, indem die relevanten Marktfragen besser strukturiert wurden, statt die eigenen Antworten lauter zu wiederholen.

Ausgangslage

02 / 07

Ein junger Markt. Viel Hype, wenig Orientierung.

Rund um Retail Media, Commerce Media, In-Store-Daten, Datenschutz, Geschäftsmodelle und Wirkungsmessung entstanden Panels, Deep Dives und Masterclasses. Die Formate verbanden interne Produktexpertise mit externen Branchenperspektiven und konkreten Praxisbeispielen.

Der Markt war jung, stark gehypt und entsprechend unübersichtlich – ein Umfeld, in dem Anbieterstimmen automatisch unter Verdacht stehen.

Das Umfeld

Themen

  • Retail Media
  • Commerce Media
  • In-Store-Daten
  • Datenschutz
  • Geschäfts­modelle
  • Wirkungs­messung

Formate

  • Panels
  • Deep Dives
  • Masterclasses

= junger, gehypter, unübersichtlicher Markt

Das eigentliche Problem & Mein Mandat

03 / 07

Orientierung liefern, ohne in einen Pitch zu kippen.

In einem jungen Markt reicht es nicht, Produktfunktionen zu erklären. Entscheider brauchen etwas anderes: Orientierung. Welche Modelle funktionieren tatsächlich? Welche Daten sind belastbar? Welche Voraussetzungen sind nötig? Und wo endet der Hype?

Daraus folgt ein unbequemer Zusammenhang. Wer nur das eigene Angebot erklärt, wird als Verkäufer gehört und nicht als Orientierungsquelle. Wer das eigene Angebot vollständig ausklammert, verschenkt die Differenzierung, die er sich gerade erarbeitet. Die Aufgabe bestand darin, glaubwürdige Themen zu setzen, geeignete externe Stimmen einzubinden und die eigene Plattformkompetenz sichtbar zu machen, ohne in einen Pitch zu kippen.

Nur das eigene Angebot

Als Verkäufer gehört

Nicht als Orientierungsquelle.

Angebot ausgeklammert

Differenzierung verschenkt

Die gerade erarbeitete Position bleibt unsichtbar.

Mein Mandat

Themenarchitekt, Speaker und Brückenbauer zwischen Technologie, Geschäftsmodell und Markt: Leitfragen entwickeln, externe Expertinnen und Experten ansprechen, Präsentationen und Masterclasses konzipieren.

Vorgehen

04 / 07

Management­fragen statt Produktthemen

  1. A

    Die Formate um Management­fragen bauen, nicht um Produktthemen

    Datenqualität, Wirksamkeit, Skalierbarkeit, Datenschutz und Monetarisierung – Fragen, die ein Entscheider ohnehin hat und auf die er selten eine unabhängige Antwort bekommt.

    Managementfragen
    • Datenqualität
    • Wirksamkeit
    • Skalierbarkeit
    • Datenschutz
    • Monetarisierung
  2. B

    Externe Glaubwürdigkeit einbinden

    Branchenexpertise und Kundenpraxis wurden mit der eigenen Plattformperspektive verbunden. Eine Position gewinnt, wenn sie neben Stimmen bestehen muss, die nicht auf der eigenen Gehaltsliste stehen.

    Eine Position, drei Perspektiven

    • Branchen­expertise
    • Kundenpraxis
    • Plattform­perspektive
  3. C

    Komplexität übersetzen statt reduzieren

    Technische Zusammenhänge wurden in Entscheidungslogiken und Geschäftsmodellfragen überführt. Vereinfachung, die den Entscheidungsgehalt entfernt, hilft niemandem.

    1. 01Technische Zusammen­hänge
    2. 02Entscheidungs­logik
    3. 03Geschäfts­modellfrage
  4. D

    Vom Event zum Narrativ

    Panels und Masterclasses dienten nicht nur der Sichtbarkeit, sondern der Schärfung der eigenen Marktposition. Ein Format, das nach dem Termin nichts hinterlässt, ist Marketingaufwand, kein Positionierungsbeitrag.

    1. EventSichtbarkeit
    2. + NarrativGeschärfte Marktposition

Die Abwägungen

05 / 07

Drei Spannungsfelder zwischen Orientierung und Positionierung

ExpertiseVerkaufsbotschaft

Zu viel Produktfokus schwächt die Glaubwürdigkeit; zu wenig Verbindung zum eigenen Angebot verschenkt die Differenzierung. Diese Linie verläuft in jedem einzelnen Vortrag neu.

BreiteTiefe

Executive-Formate müssen zugänglich sein und zugleich genug Substanz für Fachpublikum bieten. Beide Gruppen sitzen im selben Raum.

Point of ViewOffenheit

Thought Leadership braucht eine erkennbare Position, ohne berechtigte Gegenmodelle auszublenden. Eine Position ohne Gegenrede wirkt in einem jungen Markt unseriös.

Wirkung

06 / 07
  1. 01

    Es entstand ein konsistentes Themenfeld rund um datengetriebene Retail-Media-Geschäftsmodelle und ein Satz Executive-tauglicher Formate, die Business, Daten und Technologie zusammenführen.

  2. 02

    Für mich persönlich entstand daraus eine klarere Rolle: Übersetzer zwischen Produktstrategie und Markt. Das ist weniger eine Aufgabe als eine Position – und sie wirkt auch nach innen, weil die Frage, wofür das Produkt eigentlich steht, regelmäßig von außen beantwortet zurückkommt.

Was ich daraus mitgenommen habe

07 / 07

Der Markt folgt nicht automatisch dem besten Produkt. Er folgt oft dem klarsten und glaubwürdigsten Deutungsangebot.

Thought Leadership entsteht, wenn man relevante Fragen besser strukturiert – nicht, wenn man die eigenen Antworten lauter macht. Der Unterschied entscheidet darüber, ob man eingeladen wird oder sich einlädt.

Gezeigte Kompetenzen

  • Thought Leadership
  • Market Narrative
  • Executive Communication