Über mich
Head of Product: Retail bei der dimedis GmbH in Köln.
Ich verantworte Produktstrategie und Roadmap für den Retail-Bereich der dimedis GmbH in Köln. Meine Arbeit liegt an der Schnittstelle von drei Dingen: Plattformstrategie für komplexe B2B-Produkte, Transformation in großen Handelsorganisationen und Geschäftsmodelle, die mit Daten arbeiten.
Konkret heißt das Software, die in Filialen läuft, an Kiosk-Systemen und auf Bildschirmen im Handel – also dort, wo Fehler nicht in einem Dashboard auffallen, sondern vor Kundinnen und Kunden.
Was mich an diesem Feld interessiert
Retail-Technologie hat eine Eigenschaft, die ich in kaum einer anderen Branche so deutlich finde: Die Lücke zwischen dem, was im Vertriebsgespräch überzeugt, und dem, was im Filialalltag überlebt, ist riesig. Ein System, das in der Demo zwölf Klicks braucht, wirkt dort elegant. In einer Filiale mit Personalmangel am Samstagnachmittag ist es tot.
Dazu kommt eine zweite Eigenschaft, die für Produktarbeit noch folgenreicher ist: Wer die Software bedient, hat sie nicht gekauft. Die Filialmitarbeiterin benutzt das System, die Zentrale hat es entschieden, der Einkauf hat es bezahlt. Wer nur mit dem Käufer spricht, baut etwas, das den Pitch gewinnt und auf der Fläche liegen bleibt.
Bei Retail Media kommt beides zusammen. Der Markt ist jung, stark gehypt und voller Erwartungen, die technisch und organisatorisch nicht gedeckt sind. Genau deshalb ist er interessant: Es gibt hier mehr zu entscheiden als zu bauen.
Wie diese Seite entstanden ist
Produktführung hinterlässt wenig Vorzeigbares. Es gibt keine Screenshots, keine Repositories, keine Designs, die man aufklappen könnte. Was bleibt, sind Entscheidungen – und die sind unsichtbar, solange sie niemand aufschreibt.
Deshalb dokumentiere ich hier sechs Fälle aus meiner Arbeit. Anonymisiert, weil die Kunden nicht meine sind, aber inhaltlich unverändert. Jeder Fall zeigt die Abwägungen, die tatsächlich gegeneinander standen – nicht das Ergebnis, sondern die Entscheidung dahinter.
Was Sie hier nicht finden werden, sind Prozentzahlen. Wo mir keine freigegebenen Vorher-Nachher-Kennzahlen vorliegen, steht keine Zahl. Eine erfundene wäre das Einzige an dieser Seite, das sich nicht überprüfen ließe.
Wenn Sie anderer Meinung sind
Dann schreiben Sie mir. Widerspruch zu einer der Case Studies oder zu meiner Arbeitsweise ist mir deutlich lieber als Zustimmung ohne Inhalt – und in einem Markt, der sich gerade erst sortiert, vermutlich auch nützlicher.